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Das Leben der Anderen

 Heute hat meine dritte Woche in Hood River angefangen. Weil ich im Buero sitze und eine amerikanische Tastatur vor mir habe gibt es in diesem Eintrag keine Umlaute. Hier kann die sowieso niemand aussprechen wodurch meine Bestellung eines Koelsch bei den Kollegen zum Wochenhighligh avancierte. Abgesehen vom Koelsch, das wenig gemein hatte mit der waessrigen Bruehe aus Koeln ist vieles anders hier. Einiges ist einfach legal bzw. illegal.

Der Amerikaner so weit ich ihn kennen lernen konnte ist anders als der Deutsche. Die leute sind unbeschwerter Gastfreundlicher und im allgemeinen weit offener. Geht man Einkaufen wird man an der Kasse gefragt wie es einem geht und die Kassiererin schwaerm einem von dem eben gekauften Sandwich vor, wie gut es mir gleich schmecken wird. War auch gut. Jedoch weiss ich nicht wie ich mir vorgekommen waere haette die dicke an der Pennykasse das selbe zu mir gesagt.  Ansonsten sind die Leute sehr Gastfreundlich laden regelmaessig zum Dinner ein und sind auch sonst sehr spendabel.

Die ueblichen Klischees den Nordamerikaner betreffend werden zumindestens hier in HR nicht erfuellt. Es gibt zwar bei 6000 Einwohner zwei MC Donnalds, einen Taco Bell und ich weiss nicht wie viele andere kleinere Laeden, aber der Typ Mensch der in diesen Laeden isst, ist vergleichbar mit dem durchschnittlichem Deutschen Uebergewichtigem. Was HR eher auszeichnet sind sechs Brauereien die verdammt gutes Bier brauen und damit fuer eine Art deutsche Utopie sorgen.Diese kleinen Brauereien von denen es im Nordwesten unzaehlige gibt sind super. Das Bier ist staerker als das Deutsche - hat in der Regel sechs bis sieben Prozent und schmeckt teils nach Pils teil nach einer Art fruchtigem Mischbier. Jede dieser Brauereien hat ein kleines Lokal in dem man sehr gut essen kann und Abends teilweise live Musik gespielt wird. Das einzige was ich hier sehe und mit dem ich beinahe gerechnet habe sind die riesigen Trucks mit vier bis sechs Litern Hubraum. Die argumentation die dahinter steckt ist, dass man praktische gelaendegaengige Autos benoetigt, damit man seine Farm bzw. die Skigebiete erreichen kann. Seit ich am Montag einen dieser Trucks gefahren bin weiss ich aber, dass es einfach super geil ist und bei den Spritpreisen hier voellig egal ist was der Truck verbraucht.

 Zurueck zum Essen. Fuer mich ist es sehr interessantund angenehm wie hier gegessen wird. Kochen besteht darin alles woraum man in dem Moment Lust hat zu kochen, braten oder duensten ohne sich dabei zu viel Stress zu machen. Die verschiedenen Dinge wie Fleisch, Salat, Kaese und Brot werden einfach auf den Tisch gestellt und gegessen. Essen vom Vortag wird per Mikrowelle heiss gemacht.

Meine zweite Woche hier war wieder sehr gut und interessant. Am Freitag war ich mit meinem Kollegen vor der Arbeit Ben skifahren. Wir sind um acht los und waren gegen 1 Uhr. Das war bis jetzt mit Abstand das beste was mir hier passiert. Ab Anfang Maerz werde ich mir auch einen Pass fuer das Gebiet kauen und dann so viel Zeit wie ich kann auf dem Berg verbringen bevor die Kiteboard Saison anfaengt. Das Wochenende war ich wieder mit Andy bei seiner Tochter um den Keller zu renovieren. Mit Andy Zeit zu verbringen ist auf der einen Seite sehr interessant, weil Andy als Person voellig anders ist als alles bisher bekannte auf der anderen Seite aber auch sehr anstrengend. Andy besitzt mehrere Firmen, Haeuser und Wohnungen und war sieben Jahre lang Professor am MIT. Wenn man sich mit ihm unterhaelt merkt man sehr schnell das es viele Dinge gibt die ihn einfach nicht interessieren bzw. zu denen er keine Meinung hat. Beamte und Politer sind generell Idioten und das Gesetzt mehr ein Leitfaden, von dem man durchaus abweichen kann, wenn man dadurch niemandem schadet. Es ist sehr schwer aus ihm schlau zu werden obwohl ein Tag mit Andy genug Material liefer, um sich eine Woche damit zu befassen.

Die andere Person die mich neben Andy wirklich beschaeftigt ist Dana. Wenn ich ein Wort finden muesste um sie zu beschreiben wuerde ich Bratwurst sagen. Dana ist optisch ein Bratwurst mit fettigen mehr als Schulter langen Haaren die auch intellektuell ziemlich schnell ueberfordert ist. Sie pricht sehr langsam und sehr viel Slang, sodass wir uns darauf geeinigt haben, dass sie versucht mit mir - so weit es geht - normales Englisch spricht.  Abgesehen von bekanntenDefiziten ist Dana super nett und will sobald das Wetter es zulaesst die Stadt und die Umgebung zeigen. Mit dabei ist dann warscheinlich aus Jasmin die sich als ich sie am Samstag das erste mal getroffen habe, ebenfalls angeboten hat. Nachdem ich sie kennen gelernt habe, wir was geraucht haben und dann schlafen gegangen sind, habe ich dann auch gehoert welche Art von Beziehung die beiden zueinander haben. Das rythmische stoehnen das warschienlich noch drei Blocks weiter gehoert werden konnte, hat mir dann zu verstehen gegeben, dass ich in einer WG mit Leckschwestern wohne.

Bei der Arbeit laeuft es immer besser, wobei ich mich hier teilweise frage wo ichg gelandet bin. Im grossen Buero unten, dass einmal das Wohnzimmer dieses Hauses war haengt in direkter Naehe zu schreibtischen ein kleiner Basketballkorb. Dieser und der Kricketschlaeger der nicht weit davon entfernt liegt, werden waerend der Arbeit regelmaessig benutzt. Dementsprechend locker ist auch das Klima hier bei der Arbeit. Kommen und gehen kann jeder wann er das moechte solange er die im uebertragenen Aufgaben in der entsprechenden Zeit erledigt. Die Gespraechsthemen sind relativ einfach zu beschreiben. Entweder macht man Witze ueber die Hautfarbe, Rasse oder Herkunft der Kollegen oder redet ueber Sport. Man merkt das wir hier sieben Ingeneuere in einem Buero sind und das ist absolut grossartig. Gestern wurde beim Zusammenbau eines unserer Systeme ein Kaefer getoetet-"We do not want to sell the system with a bug"

 

 

25.2.16 21:44, kommentieren

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Die ersten Tage

Grüße euch,ich glaube so ein Blog ist das einfachste um allen gerecht zu werden, vor allem in Bezug auf die süßen Boys und Girls die sich nicht trauen nach Informationen zu fragen.Mein Flug ging am 10.2. um 9:45 Uhr von Hannover aus nach Kopenhagen. Der Flug war ziemlich kurz und nach ca. einer Stunde war ich auch schon da, wodurch ich die Hoffnung hatte dass der nächste Flug nach San Francisco ähnlich schnell vorbei gehen wird. Ging er nicht. Die Elf Stunden waren so unerträglich langweilig obwohl ich der Marsianer, the dark night returns und zwei weitere Filme gucken konnte. Zu sehen gab es 8 Stunden lang auch nichts, abgesehen von Eiswüsten in Canada und Grönland die nach 30 Minuten nicht neues mehr zu bieten hatten. Um 18:30 Uhr kam ich dann in Portland an und wurde von Andys Tochter Claudia abgeholt und mit zu ihr genommen. Sie und Ihr Mann Jon wohnen 10 Minuten vom Flughafen entfernt und sind beide super nett. Dazu später mehr.Am Donnerstag morgen wurde ich dann von einem Piloten der unter anderem für Andy arbeitet mit nach Hood River genommen. Der Weg von Portland nach Hood River ist der Hammer, da er immer am Columbia River entlang führt und die genegend unglaublich schön ist. Die Langschaft selbst ist mit nicht mir bekanntem zu vergleichen. Man könnte sagen das es aussieht wie das Sauerland jedoch gibt es alle vier bis fünf Kilometer Wasserfälle und Schluchten die unglaublich schön aussehen.Nachdem ich in HR ankam hat mich Andy zu sich gebracht und mir meinen Schlafplatz gezeigt. Dieser befand sich in einer Scheune auf seinem Grundstück die ohne jemandem zu nahe treten zu wollen so schlicht war dass selbst Syrische Flüchtlinge lieber zurück über das Mittelmeer ruder würde als dort zu wohnen. Donnerstag und Freitag habe ich direkt angefangen zu arbeiten und die komplette Mannschaft kennen gelernt. In unserem Büro das in einem einzeln stehenden sehr großen Einfamilienhaus ist, sind wir zu siebt. Ich teile mit mein Büro mit Ben, der jeden Tag seinen Hund mitbringt der direkt hinter meinem Schreibtisch wohnt. Ben ist super nett und achtet darauf das ich auf keinen Fall unter gehe oder andere Probleme habe. Außerdem hat er mir angeboten mich mit zu Skifahren zu nehmen wenn ich Lust haben sollte. Damit wir uns keinen Urlaub nehmen müssen wollen wir morgen von 9 bis 12 auf den Berg der mit dem Auto 40 Minuten entfernt ist. Ansonsten gibt es noch Lazlo der mit 32 Doktor der Physik ist und aus Ungarn stammt. Nach dem Studium war er der Meinung hier zu bleiben und in einem Jahr die Staatsbürgerschaft zu beantragen. Die anderen habe ich zwar kennen gelernt habe aber keine Lust mehr so viel zu schreiben. Am Donnerstag habe ich auch Andys Sohn kennen gelernt der mich abgeholt hat damit ich ihm in seinem Haus beim umbauen helfe. Wir haben uns auf Anhieb super verstanden und und haben dann noch sein Auto und sein Schneemobil repariert. Als kleines Dankeschön gab es dann einen kleinen Gute Nacht Joint der mir vorzüglich bekam. Das komplette Wochenende habe ich mit Andy bei Claudia und ihrem Mann verbracht. Wir haben angefangen den Keller auszubauen und da wir zwei komplette Tage zu gange waren hat mir ihr Mann Jon ein Tüte Gras mitgegeben. ich glaube langsam das ist hier die standardmäßige Entlohnung für Gefälligkeiten. Villeicht gibt es dann für Sex eine komplette Plantage aber das ist ja sowieso nicht Thema. Gestern und heute hatte ich bei der Arbeit gut was zu tun und war nie vor halb 6 zu Hause. Ich habe bis jetzt angefangen eine Maschine die zu Testzwecken benutzt wurde umzubauen. Diese Vacuum pits stammen aus der Medizin und haben eine Vakuum Kammer in der Rotoren getestet werden. Eine der Maschinen ist kaputt wodurch alle Messvorrichtungen auf die andere gebaut werden müssen. Ansonsten habe ich Platinen getestet und zusammen gebaut. Ziemlich das war ich in meiner BA gemacht habe und war ich in nächster Zeit vermehrt machen werde. Außerdem soll ich eigenen Platinen designen aber das geht so wie es aussieht er nächste Woche los. Heute habe ich einen Test für einen Kunden gemacht der wissen wollte was unsere Sensoren alles können.Die Wohnung in der ichseit Sonntag wohne ist der absolute Hammer. Ich habe hier ein kleines Loft das zum Wohnzimmer hin offen ist. Ansonsten wohnt Lazlo hier und Dana. Dana ist zwischen 20 und 25 und ich glaube ein Bisschen dumm, da sich mich gefragt hat ob wir in Deutschland eine andere Sprache sprechen. Ansonsten ist sie dauerhaft stoned und erzählt ganz selten etwas sinnvolles. Lazlo ist kaum zu Hause wodurch ich und Dana hier in der Regel sturmfrei haben. Bilder werde ich die Tage mal hochladen, da ich mal wieder nicht weiß wo meine Kamera ist und die Bilder meines neuen Handys kann man absolut knicken.

2 Kommentare 17.2.16 03:22, kommentieren